ASS, L'Hebdo, 2005
Es gibt Choreographen, die den „Zeitgeist" genau treffen. Sie stehen in der ersten Reihe. Und es gibt Choreographen, die „stolpern" dem gerade angesagten Diskurs einfach voraus. Arthur Kuggeleyn zum Beispiel. Bei Kuggeleyn weiß ich heute schon, was erst in fünf Jahren die erste Reihe macht.
Arnd Wesemann,
ballet/tanz
Jahrbuch 2004
„Zurschaustellungen"
Isabelle Ginot, Dozentin am Département Danse der Universität Paris 8, in De l´Arsenic 2002
Unterschiedliche Register an Epochen, Genres und spektakulärer Intentionen (…) und wie der Beginn oder die Einläutung zu einem neuen ästhetischen Zeitraum…
„Lächeln, bis einem kalt wird"
Arnd Wesemann in Süddeutsche Zeitung, 25/9/2003
Immer tanzt die Darstellerin mit dem Dopaminaustoß erwartungsfroher Erwartung. (…) So ein Theater hat große Chancen, mehr zu sein als Gewohnheit….
„Mechanische Heißmacher"
Christina Thurner in Neue Zürcher Zeitung, 16/02/2003
Radikal und interessant ist die Arbeit des Holländers Kuggeleyn, der dafür auch den Preis der Schweizer Autoren Gesellschaft erhalten hat, weil sie alltägliche Situationen zwischenmenschlicher Zumutungen in den Kunstraum Theater trägt…
„Glatze glotzen am Genfer See"
Tom Mustroph in Ballet/Tanz, Oktober 2002
Koitus Interruptus als Kulturform. Mit repetierendem Minimalismus erreicht Kuggeleyn eine atmosphärische Dichte, für die er früher ganze Horden an wilden Gestalten in eine Form zu pressen hatte…
„Taumeltanznacht in geordneter Bahn"
Rainer Wanzelius in Westfälische Rundschau, 2/6/2003
Die vielleicht größte Provokation des Festivals (Off-limits, Dortmund): Sechs Akteure der Compagnie Arthur Kuggeleyn tanzen geschlagene 68 Minuten lang auf demselben groovenden Beat…
„ComiXtrip, vermittelte Trance im Arsenic"
Lisbeth Koutchoumoff in Le Temps, Genf, 4/4/2003
Abgehoben von der Zeit, eine Art Schamanistisches Ausschütteln, eine scharfsinnige Präsenz…
„Mechanische Ekstase"
A. Df. in Le 24 Heure, Lausanne, 7/4/2003
„Zieh deinen Slip aus!", befielt die Tänzerin - dem Anlaß entsprechend - lustvoll und schelmisch. Der erste Akt dieser Orgie ist ein wahrer Genuß. Ein schwarzer Athlet schlägt in die Leere, während…"
„Verklemmte, bitte Abstand halten…"
Jean-Pierre Pastori in ballet/tanz, 07.04.
„Kuggeleyn ist ein Meister der Hypnose. (…) Hier sollte man auf alle Kriterien, mit denen man sonst Inszenierungen beurteilt, besser verzichten."
Arthur Kuggeleyn? Eine atypische Figur, die sich vor jedem Stempel sträubt. Seine Ästhetik und seine Phantasie nähren sich zeitgleich von derben und schonungslosen Referenzen sowie von humorvollen und rührenden Augenzwinkern. Eine unentwirrbare und verwirrende Mischung, die unsere Zeit widerspiegelt.
Thierry Spicher, Künstlerischer Leiter (1995-2003) des Arsenic Theaters in Lausanne.